ml-universe

29. Juli 2017

Inspiration

Die Bilder von Andreas Schwietzke, die ihr hier ansehen könnt:

http://www.deviantart.com/newest/?q=arteandreas

erzählen Geschichten. Das brachte mich auf die Idee, einige Autoren zu fragen, ob sie Lust hätten, sich von diesen Bildern zu eigenen Geschichten inspirieren zu lassen.

Ich startete eine Rundfrage und bekam durchweg positive Resonanz. ‚Mein‘ Verleger Michael Haitel mit seinem p.machinery Verlag hat ja immer ein offenes Ohr für meine Ideen und sagte sofort zu, das Ergebnis dieser Aktion als Bildband zu veröffentlichen. Die Autoren suchten sich Bilder aus dem reichhaltigen Repertoire aus und verfassten Geschichten dazu. Das Ergebnis ist teils überraschend, teils lustig und alle Storys sind interessant. Ich habe völlig unbekannte Talente mit alt bekannten Größen zusammengetan und es nicht bereut.

Die Daten für das Buch sind inzwischen beim Verlag und warten auf Layout und Veröffentlichung.

Aber das war noch nicht alles. Denn mich interessierte außerdem noch die Entstehungsgeschichte zum jeweiligen Bild und was der Maler von den Geschichten hielt. Also fragte ich Michael Haitel, was er von einem ‚Buch zum Buch‘ hielte und er gab mir erneut grünes Licht. Danke Michael!

Das Ergebnis wird den Titel ‚Dialog‘ tragen. Darin sind die Autoren in alphabetischer Reihenfolge jeweils mit dem ausgesuchten Bild aufgelistet. Ich befrage Andreas zuerst, wie das Bild entstanden ist und dann sprechen wir darüber, wie er seine Inspiration in den Geschichten umgesetzt sieht.

Ich fand es sehr interessant mit ihm zu plaudern und mehr darüber zu erfahren, wie er arbeitet, zu seinen Ideen kommt und sie dann umsetzt.

‚Inspiration‘ wird auch ohne ‚Dialog‘ verstanden, aber das Interview stellt eine gute Ergänzung zur Anthologie dar.

Sobald die Bücher erschienen sind, werde ich Bescheid geben und freue mich dann über jede Resonanz.

 

 

 

30. Mai 2016

Der letzte Turm vor dem Niemandsland

Diane Dirt kann demnächst ihre zweite Veröffentlichung feiern. Sie ist mit der Geschichte „Meister Shini“ in der Anthologie des Fantasyguide, die den Titel „Der letzte Turm vor dem Niemandsland“ tragen wird, vertreten.

Sie ist auf Terra 3 gelandet, genauer gesagt in Cubus, wo sie auf einen ‚Zwerch‘ trifft. (Und von einem Dämonen beherbergt wird.)

Ihre Ruhrpott-Schnodderschnautze steht auch in dieser fremden Welt nicht still.

Außer Diane sind unter anderen mit Geschichten dabei: Uwe Hermann, Ralf Steinberg, Achim Hildebrand, Christel Scheja, Ellen Norten, Andreas Flögel, Christian Weis, Andreas Fieberg.

Einige Storys kenne ich schon und kann verraten: Es wird eine bunte Mischung.

12. Oktober 2015

Rattensang von Felix Woitkowski

Filed under: Buchbesprechung — mluniverse @ 15:26
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Titel: Rattensang
Autor: Felix Woitkowski
Seiten: 140 Softcover
ISBN: 9783942533928
Verlag: p.machinery
Preis: 7,90 € Taschenbuch
Preis: 3,99 € E-Book
Eine ganz andere Wildwest Geschichte in zwei Teilen.
In Teil eins gibt es den einsamen Helden, der allerdings nur mit einer Mundharmonika bewaffnet durch die Lande zieht.
Er findet die Quäker, die Hilfe dabei benötigen, sich von einer Rattenplage zu befreien. Diese Ratten vernichten die Ernte, fressen das Vieh auf den Weiden und arbeiten sich nachts durch das Holz der Hütten, um an die Menschen zu gelangen. Kein Wunder haben die friedfertigen, gottesgläubigen Siedler Angst um ihr Leben.
Aber es gibt auch noch einen seltsamen Erfinder, X nennt er sich, der von einem Rinderbaron engagiert wurde. Auch er soll die Rattenplage bekämpfen.
Der eine baut absonderliche Maschinen, der andere ist auf der Suche nach einer ganz besonderen Melodie. Nach anfänglicher Zusammenarbeit gehen die beiden getrennte Wege.

Ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber wer seine Märchen und Sagen kennt, kann erraten, wer den Sieg davon trägt.

Der erste Teil überzeugte mich nicht so recht. Die Sprache erschien mir überzogen, ich fragte mich, warum normale Ratten nicht ausreichten, und wozu x herhalten sollte. Wenn es dabei geblieben wäre, hätte ich wahrscheinlich keine gute Rezension verfasst. Aber der Autor hängt Teil 2 an.

In diesem Teil kassiert der Retter den Lohn. Den gleichen, den auch der Mann in Hameln bekam. Er nimmt die Kinder und begibt sich mit ihnen auf die Reise.
Durch seine Melodie vergessen die Kinder die Strapazen und den Hunger. Einzig Marie, die dem Mann freiwillig folgt, wird nicht durch die Musik gefangen genommen. Ihr muss er erst beibringen, sich darauf einzulassen. Am Ziel angekommen, müssen die Kinder in einem Bergwerk arbeiten. Ein Indianer hält sowohl den Mann als auch die Kinder gefangen und macht Marie zu seiner Gehilfin. Sie übernimmt die Aufgaben, die er ihr zuweist.

Auch hier möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen. Für mich persönlich macht die ganze Geschichte erst mit Teil 2 Sinn. Obwohl viele Fäden, die die Geschichten dann letztendlich interessant machen, schon in Teil 1 gewoben wurden. In meinen Augen spricht der Autor viele aktuelle Themen kritisch an.
Er zeigt Außenseiter, eine Gemeinschaft friedliebender Vertriebener, Einzelgänger, verkappte Genies und lässt uns an ihrem Empfinden teilhaben.
Wobei dieser Part noch ausführlicher hätte behandelt werden dürfen und wohl der ursprünglich angedachten Länge geschuldet ist.
Er stellt die Frage, ob nicht gerne mal von gläubigen Menschen, der Glaube so zurechtgebogen wird, wie es ihnen passt. Und er deutet die Macht der Musik an, die hier missbraucht wird. Außerdem gewährt er Einblicke in die Entstehungsgeschichte, wie sie unter den Hopi Indianern gelehrt wird.
Da ich das Glück habe, in der Leserunde bei Lovelybooks dabei zu sein, werde ich erfahren, was der Autor selbst sich dabei gedacht. Welche Geschichten X, den Indianer und den Namenlosen verbinden.
Alles in allem ein recht gelungener Mix aus Western, Steampunk und Fantasy.
Vier von fünf Sternen von mir.

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