ml-universe

1. Januar 2023

Horrorkurzgeschichten von Sascha Dinse

Elysion & Tartaros – Sascha Dinse

Edition Subkultur, Berlin, 13.10.2022

ISBN: 978-3948949204

Seiten: 270 Seiten

Preis: 14,90 Euro

Elysion & Tartaros ist bereits der vierte Kurzgeschichtenband von Sascha Dinse und wieder einmal hat der Autor mich mit seinen Storys begeistern können. Er versteht es wie kein zweiter, mich in die Geschichten hineinzuziehen, Spannung zu erzeugen und die die Fantasie anzuregen. Er führt uns in die Welt hinter der Welt, die nur darauf lauert, das zu überdecken, was wir kennen, er zeigt uns Risse im Bekannten, hinter denen der blanke Horror haust, er macht aus Tieren und Insekten Bedrohungen, die teilweise recht ekelig daher kommen. Dabei erzählt er nie chronologisch, sondern bietet Versatzstücke, die wie bei einem Puzzle erst am Ende ein Ganzes ergeben. Er zeichnet seine Figuren sehr liebevoll und sorgfältig, sodass wir als Leser sie verstehen und auch manches Mal Mitleid mit ihnen haben, oder sie verachten, wobei selbst bei denen, die wir verachten, eine gewissen Sympathie, wenigstens aber ein Verständnis vorhanden ist. Denn so, wie Sascha Dinse seine Geschichten schreibt, kann man sich vorstellen, dass uns dieser Wahnsinn jeden Tag ereilen könnte. Der Autor lässt den Leser oft denken: Was wäre wenn … Für mich ist das eine hohe Kunst, die Sascha Dinse perfekt beherrscht. Ich mag es auch, dass es – ähnlich wie bei King – Personen gibt, die immer wieder auftauchen. Sie kommen einem inzwischen vor wie alte Bekannte. Wie der Autor vorab schon verrät, werden einige dieser bekannten Personen auch in seinem Debütroman vorkommen, auf den man jetzt schon sehr gespannt sein darf.

Das Einzige, was bei einer Kurzgeschichtensammlung eher auffällt, als wenn man die Geschichten im Abstand in verschiedenen Veröffentlichungen liest, sind gewisse Wiederholungen und/oder Floskeln, die häufig wiederkehren. So scheint der Mond z.B. ständig fahl. ;-) Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn ansonsten hat dieser Band für mich keine Mängel. Der Autor führt einen ebenso gut ins viktorianische England wie in die Zukunft. Bei ihm leben nicht nur die handelnden Charaktere, sondern er lässt auch die Ortschaften bildhaft vor den Augen erscheinen. Auch wenn es sich vielleicht unwahrscheinlich anhören mag, aber Sascha Dinse erzählt mit seinen Horrorstorys oft auch sehr intensive und einfühlsame Liebesgeschichten, wirft die Frage auf, wie weit würde man gehen für die eine Person, von der man weiß, es ist die richtige. Ist man gewillt, dafür alles aufzugeben? Geht man mit ihr an Stellen, die man besser meiden sollte? Stellen, an denen das wahre Grausen auf einen lauert. Und er wirft die Frage auf, ob die wahre Liebe überhaupt mit dem Tod enden kann. Besteht sie nicht irgendwie weiter? Wird sie vom anderen auch im Jenseits wahrgenommen? Bei Sascha Dinse wird mit einer Inbrunst geliebt, die berührt. Ein weiterer Aspekt, der auch immer wieder vorkommt, ist die Kunst und der Künstler. die Zerrissenheit vom Applaussüchtigen und dem ewigen Zweifler. Was darf Kunst? Rechtfertigt der Erfolg alles? Muss sie verstanden werden?

Alles in Allem sind Sascha Dinses Geschichten vielschichtiger, mit Verweisen gespickt, mit Metaphern belegt und allesamt zum Mehrfachlesen geeignet. Daher kann ich mal wieder nur die Höchstpunktzahl vergeben: Fünf von fünf Sternen.

13. Juni 2022

Zwielicht 17

Lange Jahre hat sich meine Beteiligung an Zwielicht aufs Lekotrat beschränkt. Zwar hatte ich immer wieder auch mal selbst Geschichten eingereicht, aber die wurde stets abgewiesen. Umso mehr freue ich mich, dass ich nun schon zum zweiten Mal hintereinander als Mary Ann Dark mit von der Partie sein darf. In dieser Ausgabe ist die Story „Das Geschenk“ enthalten, in der es um einen Fotoapparat geht, der auf seltsame Art und Weise immer wieder zu seinem Eigentümer zurückkehrt. Und das ist noch nicht alles …

Auch in Nummer 17 gibt es wieder eine schöne Auswahl an alten und neuen Geschichten und interessanten Artikeln.

23. Februar 2022

Traumorte gesucht!

Ausschreibung Traumorte p.machinery

Gerd Scherm und Marianne Labisch suchen Traumorte für eine Anthologie, die Anfang 2023 bei p.machinery erscheinen soll!
Nein, es geht nicht um die wunderschönen Urlaubsorte, an denen ihr sagenhafte Tage verbracht habt, sondern um die Plätze, die ihr im Traum aufsucht. Die Orte, die seltsam vertraut erscheinen, aber in der Realität nicht existieren, oder doch? Vielleicht in einer Alternativwelt?
Wie sehen diese Orte aus, wen trefft ihr dort, was erlebt ihr?
Es darf auch um Träume anderer Menschen gehen, egal, ob der Traum nun künstlich herbeigeführt wird oder sich völlig normal einstellt. Es dürfen Albträume ebenso sein, wie Träume von einer besseren Gesellschaft.
Erzählt uns spannende Geschichten, aber ihr dürft euch auch in den Surrealismus begeben.
ABER: Bitte nicht einfach nur verschwurbelte Texte einreichen und das als Traum deklarieren.
Schreibt Geschichten, die der Fantastik zuzuordnen, max. 30.000 Zeichen lang und unterhaltsam sind. Zu den Geschichten gehört eure Vita, die im Buch veröffentlicht wird.
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2022.
Einsendungen bitte ausschließlich an fancy(at)online.de.
Ihr bekommt Eingangsbestätigungen und Zu- oder Absagen.
Vergesst nicht, euren Namen unter den Titel zu setzen.

Es gelten die Bedingungen für die Ausschreibungen bei p.machinery (siehe www.pmachinery.de/unsere-projekte/projektbedingungen) und die Anforderungen an Manuskripte (www.pmachinery.de/unsere-projekte/manuskripte).

Gewaltverherrlichende und pornografische Texte werden nicht angenommen. Die Texte müssen selbst verfasst und unveröffentlicht sein.

Den Autoren entstehen keinerlei Kosten. Jeder angenommene und veröffentlichte Autor erhält ein kostenloses Belegexemplar und kann weitere Exemplare zum Autorenpreis erstehen.

Ich wünsche euch gutes Gelingen.

23. September 2018

Bilder einer Ausstellung und Gnomus oder der König, der nicht lachte

Heute stelle ich ausnahmsweise einmal gleich zwei Bücher vor,

Marianne Labisch, Marco Habermann, Gerd Scherm (Hrsg.)
BILDER EINER AUSSTELLUNG
Außer der Reihe 28
p.machinery, Murnau, September 2018, 132 Seiten
Paperback: ISBN 978 3 95765 143 3 – EUR 14,90 (DE)
Hardcover: ISBN 978 3 95765 144 0 – EUR 25,90 (DE)
E-Book: ISBN: 978-3-7438-8153-2 EUR 7,49 (DE)

Beim Titel »Bilder einer Ausstellung« denken die meisten Menschen nicht an Visuelles, sondern an Musik. Seit rund hundertfünfzig Jahren regt Mussorgskis Komposition Musiker aus aller Welt zu neuen Interpretationen an. Doch wer kennt schon die auslösenden Bilder von Viktor Hartmann? Wer weiß um die Vorkommnisse, die hinter den Bildern stehen? Diese Anthologie transportiert die »Bilder einer Ausstellung« mit Storys und Gedichten erstmals in die Literatur. Erzählt, wozu diese Musik inspirieren kann und setzt die Worte in neuen Bildern um. Ein »work in progress«, ein Kunstwerk, das ständig weiterentwickelt wird. Und vielleicht zu neuer Musik anregt …

Mit einem Titelbild von Gerd Scherm und Illustrationen von Lothar Bauer, Detlef Klewer, Marianne Labisch, Eva Preuß, Gerd Scherm und Andreas Schwietzke.

Vorwort • Marco Habermann
Vorwort • Marianne Labisch
Vorwort • Gerd Scherm

Promenade • Gerd Scherm
Der Weg des Gnomus • F. A. Peters
Zwischenspiel I • Gerd Scherm
Das Lied des Troubadours • Stefan Cernohuby
Zwischenspiel II • Gerd Scherm
Die Toulierien brennen • Gerd Scherm
Der Ochsenkarren • Noëmi Sacher
Zwischenspiel III • Gerd Scherm
Pas de deux • Gabriele Behrend
Die Ruhe nach dem Andante Gravo • Paul Sanker
Zwischenspiel IV • Gerd Scherm
Ignoranz stirbt nie • Verena Jung
Ex inferis • Sascha Dinse
Zwischenspiel V • Gerd Scherm
Mit den Toten in einer toten Sprache • Regine D. Ritter
Zwischenspiel VI • Gerd Scherm
Die Hütte der Baba Jaga • Detlef Klewer
Zwischenspiel VII • Gerd Scherm
Der Plan • Marianne Labisch
Aufstellung der musikalischen Bearbeitungen • Gerd Scherm

Nachwort • Die Herausgeber
Vitae

Hier das Cover

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und der Gnomus, der die Fortsetzung der hier enthaltenen Story ist:

F. A. Peters
GNOMUS
oder Der König, der nicht lachte
Außer der Reihe 29
p.machinery, Murnau, September 2018, 176 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 145 7 – EUR 10,90 (DE)
eBook-ISBN: 978-3-7438-8152-5 EUR 5,49 (DE)

Gnomus ist ein rothaariger Zwerg und dient am Hofe König Barbarussas. Dem König ist das Lachen vergangen, als seine drei Töchter verschwanden und sein Königreich mit einem Fluch belegt wurde. Gnomus soll ihm sein Lachen zurückbringen. Das gelingt ihm allerdings nicht, und so hat sein Gegenspieler, der finstere Rusputin, leichtes Spiel und sorgt dafür, dass Gnomus in Ungnade fällt. Dem geplanten Anschlag auf sein Leben entkommt er zwar, findet sich jedoch in einem Haus auf Krähenfüßen wieder, in dem mindestens eine Hexe wohnt.

Wird der kleine Kerl verzaubert?
Kann er entkommen?
Und wird der König sein Lachen finden?

Machen Sie sich in diesem Märchen für Erwachsene auf einige deftige Szenen gefasst. Denn sowohl am Hofe als auch in der Hütte geht es mitunter heiß zu.

(Empfohlen zur Lektüre für Menschen ab 18 vollendeten Lebensjahren.)

Auch hierzu gibt es das Cover

 

 

 

 

10. September 2018

BuCon in Dreieich am 13.10.2018

Es ist mir eine große Freude, verkünden zu dürfen, dass ich in Dreieich gleich an zwei Lese-Sessions teilnehmen darf.

  • Wann:  am 13.10.2018 von 18:00 bis 19:00 Uhr
  • Wo: Battle Bridge (Basement)

Diane Dirt wird dabei sein, wenn Ralf Steinberg den Fantasyguide vorstellt und mit Michael Schmidt und Andreas Flögel aus der aktuellen Anthologie Scherben lesen.

  • Wann: am 13.10.2018 von 19:00 bis 20:00 Uhr
  • Wo: Battle Bridge (Basement)

Werde ich mit Sascha Dinse und Gabriele Behrend einen Programmauszug aus dem p.machinery Verlag vorstellen, indem wir aus drei Büchern lesen.

Das sind:

  • INSPIRATION: Die digitalen Welten des Andreas Schwietzke (es liest Mary Ann Dark aus „Bange Seelen“)
  • Aus finstrem Taum: Sascha Dinse war noch unschlüssig, aus welcher Story er lesen wird.
  • Bilder einer Ausstellung: Gabriele Behrend liest aus „Pas de deux“

In beiden Sessions freuen wir uns über zahlreiche Besucher.

 

 

 

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