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31. Dezember 2016

Kommt alle gut ins neue Jahr!

Filed under: Allgemein,writing — mluniverse @ 16:34
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Ich wünsche allen Lesern eine schöne Feier heute Abend und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Beste Gesundheit, Glück in allen Dingen und viel Erfolg.

Mögen sich möglichst viele Eurer Wünsche erfüllen.

Liebe Grüße

Marianne

2. April 2016

Jetzt dampft der Himmel

Meine liebe Freundin Susanne Haberland ist gestern verstorben. Viele kennen Sie auch unter ihren zahlreichen Pseudonymen.

Aber egal welchen Namen sie verwendete, in ihren Geschichten spielte Dampf immer eine große Rolle. Und nun wird sie wohl dort oben auch das Steampunk-Zeitalter einläuten.

Ich lernte sie vor vielen Jahren kennen und wir freundeten uns schnell an. Ich mochte ihr großes Herz, dass immer Verständnis für alle Seiten hatte, ihren Verstand, der mit Detailwissen verblüffte, ihre Zielstrebigkeit, ihren Fleiß, und ganz besonders ihren Humor, den sie bis zum Schluss nicht verlor.

Es hat mir sehr imponiert, wie sie gekämpft hat, sich nicht unterkriegen lassen wollte, immer weiter einfach Romanideen an den Mann brachte. Ganz so, als könne sie damit den Sensenmann auf Distanz halten. Letztendlich hat er sich davon leider nicht beeindrucken lassen.

Der Familie wüsche ich viel Kraft. Ich weiß, es ist schwer loszulassen. Sie war so besonders. Versucht, Euch gegenseitig zu stützen. Susanne hätte nicht gewollt, dass einer von Euch daran zerbricht.

 

7. Februar 2016

Neugierig?

Filed under: Allgemein,Fotos — mluniverse @ 16:00
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Nein, gar nicht! Nur um die Ecke gedacht.

Da soll noch mal jemand sagen, Pflanzen seien hirnlose Wesen:

 

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19. Januar 2016

Es reicht!

Ich weiß: Je älter ich werde, desto mehr meiner Helden werden mir wegsterben, aber müssen es gleich so viele kurz hintereinander sein?
Erst Lemmy, dann Bowie und nun auch noch Glenn Frey.
Jetzt soll es bitte erst mal gut sein. Gebt ein paar Konzerte da oben im Rock ’n‘ Roll Himmel und geduldet euch mit dem Nachschub.

Ich habe im letzten Jahr die Anthologie »Was geschah im Hotel California« im p.machinery Verlag herausgegeben und selbst zwei Geschichten beigetragen.

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Die Rezensionen dazu waren alle gut.
Hier zu finden: Rezensionen

In der Leserunde, die ich auf Lovelybooks abgehalten habe, gingen einige Leser davon aus, im Buch würde die Frage beantwortet. (Was in diesem Hotel nun wirklich geschehen ist, worum es im Text geht.)
Diese Erwartung konnte ich nicht erfüllen, denn ich habe ihn nicht geschrieben und die Songtexter haben sich wohl weißlich immer mit Erklärungen zurückgehalten. (Wenn niemand weiß, worum es genau geht, sind alle Interpretationen zulässig.)

Die Band ›The Eagles‹ auf diesen Song zu reduzieren, lag nie in meinem Sinn. Ich hatte mir dieses Stück lediglich wegen des Songtextes ausgesucht. Gerade weil er so mysteriös ist, sprach er mich an. Ich war gespannt, wie andere Autoren damit umgehen würden, und sie enttäuschten mich nicht.

Eine Enttäuschung stellte lediglich dar, dass die Songtexter/-schreiber (Felder/Henley/Frey) die Rechte verkauft hatten und der neue Rechteinhaber keine Interpretation duldete. Die Version, die ich im Kopf hatte, wäre härter gewesen als das Original und hätte mit Industrialsound und Gesang á la Marylin Manson/Alice Cooper (der zweite allerdings in weiblicher Form) geglänzt.

Hier, als kleines ›goodbye‹ der Anfang meiner Geschichte »Showdown«, in der einige namhafte Musiker und Schauspieler mitwirken und in der es auch um Musik geht, wie Ihr unschwer erkennen werdet.

Showdown

Ich schnappte mir mein Buch, setzte die große Sonnenbrille und den sombreromäßigen Hut auf, und machte es mir auf der Luftmatratze im Pool bequem. Wenn es mir zu warm wurde, ließ ich die Beine ins Wasser gleiten. Auf einem schwimmenden kleinen Tablett neben mir stand ein Glas mit perfekt gemischtem Gin Tonic. Donny sei Dank.
Nach einem großen Schluck zog ich mir den Hut ins Gesicht, genoss den lauen Wind, der meine Haut streichelte und den schweren Jasminduft.
»Schlampe …«
»Bett …«
Ich blendete die Stimmen aus, tat so, als hätte ich nichts gehört. Eigentlich hätten sie mich in diesem Outfit nicht erkennen sollen und vielleicht sprachen sie ja tatsächlich über jemand anderen. Egal. Ich befand mich in diesem Hotel, um auszuspannen und mich zu amüsieren. Vor dem nächsten Film, einem Western, musste ich reiten lernen, das würde mir genug abverlangen, bevor die Dreharbeiten überhaupt begannen, aber die vier Lieder, die man mich singen ließ, glichen alle Anstrengungen wieder aus.
Eine Amsel sang laut ihre typische Melodie, der Wind ließ die Blätter leise rauschen, die Stimmen verblassten zu einer Hintergrundmelodie. Ich fühlte mich wohl. Die Sonne und der Drink machten mich schläfrig.

Ich weiß nicht, wie lange ich gedöst hatte, als herzzerreißende Gitarrenklänge mich weckten. Ich liebe den Blues, und dieser Gitarrist ließ sein Instrument wirklich weinen. Tränen schossen mir in die Augen. Verlegen blickte ich mich um. Viele Menschen verstehen nicht, warum ich bei schöner Musik weine, aber es war weit und breit niemand zu sehen. Der Pool lag einsam und verlassen in der späten Nachmittagssonne und schien sich zu langweilen. Eine Gänsehaut bedeckte meinen Körper von oben bis unten; an der Temperatur lag es nicht. Der Direktor hatte mir nichts von einem Nachmittags-Konzert berichtet. Sonst hielt er mich auf dem Laufenden. Oder probte hier jemand? Nicht wichtig! Ich musste nachsehen, wer dort spielte. Es war, als zöge mich ein Magnet unwiderstehlich an. Ich paddelte an den Schwimmbadrand, schnappte mein Tuch, wickelte es mir um die Hüften und machte mich auf die Suche. Noch einmal lauschte ich. Inzwischen hatte ein neues Lied begonnen und ich glaubte, schwach eine Stimme zu vernehmen. Ich betrat das Hotel, hier war die Musik lauter. Also befand sich die Band im Haus. Was sang der Typ da? Von einem Schmuggler? Reichlich seltsam, aber nicht weniger schön. Ich stand in der Lobby und versuchte die Quelle der Musik zu orten. Mein Gehör behauptete, sie käme aus dem Keller, mein Verstand weigerte sich, diese Information zu akzeptieren. Ich kannte dieses Hotel gut genug, um zu wissen, dass es im Keller keinen Raum gab, der ausreichend groß für ein Konzert gewesen wäre. Dennoch setzten sich meine Füße in Gang. Der Sog nahm Fahrt auf. Mitten auf der Treppe nach unten hielt ich inne. Da war ein Schrei gewesen. Ein Schrei, der von heftigem Schmerz zeugte. Mist! Was war hier los?
Der Bass wummerte, wie ich ihn am liebsten mochte. Tief und blubbernd, wie der Motor einer großen PS-starken Maschine. Ich vermutete, der Bassist benutzte kein Plektrum, sondern zupfte die Saiten mit den Fingern. Diese Band wurde mir immer sympathischer.
»Aaahhhh! Nein!«
Was sollten diese Schreie? Warum durfte ich die Musik nicht ungetrübt genießen? Wer schrie da überhaupt? Es hatte sich angehört wie eine Frau. Eine Frau, die große Qual litt.
Mein Gott, was ging hier vor? Folterkammer! Nein, nein, wir befanden uns nicht im Mittelalter.
»Oooohhhhh!«
Die Lautstärke dieser gepeinigten Person wurde im gleichen Maße lauter wie die Musik. Was hatte das zu bedeuten? Lauf weg! Hau ab, solange du noch kannst!
Ich legte eine Pause ein. Mein Unterbewusstsein gab mir in der Regel gute Ratschläge, aber hier zollte es der Musik keine Aufmerksamkeit. Ich wollte diese Band sehen!
Scheiß auf die Band und lauf um dein Leben!
Nein, nein, so ging das nicht. Vielleicht konnte ich dieser Person helfen. War es nicht geradezu meine Pflicht, nach dem Rechten zu sehen? Ja, ganz genau. Aber die Angst ließ sich nicht verleugnen. Mein Herz hämmerte wie wild gegen meine Rippen, ich hatte das Gefühl, es wolle mir zum Hals hinaus hüpfen. Meine Nackenhaare stellten sich auf und ich merkte, dass ich entweder die Luft anhielt, um zu lauschen, oder wie eine alte Dampflok puffte. Ich sollte endlich aufhören zu rauchen. Da! Ich war am Ziel. Unter der Tür drang buntes Licht hervor, wie von einer Lichtorgel.
»Aaahrrrgg!«
Mist, die Stimme kam aus demselben Raum wie die Musik. Und nun? Erstaunt blickte ich auf meine Hand, die in Eigenregie beschlossen hatte, die Tür zu öffnen.
Halt! Lass mich nachdenken! – Es war zu spät. Die Tür schwang auf. Ich sah, dass sie innen mit alten Eierkartons isoliert worden war, und fragte mich, ob ich nicht doch den Proberaum einer Band betrat.
Aber es sah nicht aus, als probe hier jemand. Eine Gruppe von Leuten stand im Kreis um etwas herum, das definitiv keine Band war. Sie blickten auf irgendein Objekt hinab. Mit einer Hand vor dem Mund ging ich leise auf Zehenspitzen weiter. Immer wieder versuchte ich, zwischen den Menschen hindurchzublicken, um zu erkennen, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richteten. Donny, den Direktor, einige der Gäste, mit denen ich mich angefreundet hatte, und den Nachtportier erkannte ich. Was zur Hölle machten die dort? Die Musik plätscherte nur noch leise im Hintergrund, als wäre sie benutzt worden, um mich herzulocken.
»Aua!«
Ich zuckte zusammen und ließ mich unweigerlich auf meine Fußballen hinab. Es entstand ein leises Geräusch, aber Donny bemerkte es, blickte mich über seine Schulter an.
Ich hätte mich zu gerne in Luft aufgelöst, aber das ging nicht. Nach und nach schauten alle zu mir hinüber, zum Tisch und wieder zu mir. Ich spürte die Röte ins Gesicht steigen, kam mir vor wie ein Einbrecher. Donny winkte mir freundlich zu.
»Komm und schau dir das an«, lud er mich ein.
Am liebsten hätte ich mich umgedreht und wäre davon gerannt, aber meine Füße gehorchten mir nicht. Wie im Traum, wenn man nicht von der Stelle kommt, schlugen sie einen anderen Weg ein als den, den ich vorgab. Ich wollte nicht sehen, was dort geschah, nicht wissen, wer dort lag, wollte nur noch weg. Weit weg!
Aber ich schritt zielstrebig auf die Gruppe zu. Je näher ich kam, desto mehr Platz machten sie mir. Ich erkannte nackte Füße, die nicht besonders groß waren. Wie meine. Gebräunte Haut, die von einem dünnen Tuch bedeckt wurde, das exakt das gleiche Muster aufwies wie das, was ich auf den Hüften trug. Ich schüttelte meinen Kopf. Nein, ich konnte unmöglich dort liegen und hier stehen. Ich war immer noch nur ein Wesen, hatte keinen Zwilling oder Doppelgänger. Blondes Haar ergoss sich in weichen Wellen um den Kopf. Um meinen Kopf! Meine, ihre Augen, starrten an die Decke und schienen nicht wahrzunehmen, was geschah. Hilfe suchend blickte ich die Umstehenden an, hätte zu gerne eine Erklärung für dieses Phänomen gehabt.
Nun erkannte ich Messer in den Händen der Personen. Blut tropfte von jedem einzelnen. Ich musste hier raus! Die Leute waren alle verrückt geworden. Donny grinste mich an, schien bester Dinge zu sein. Wie konnte er mich anlächeln und mir auf der Liege Wunden zufügen? In was für einen Horrortrip war ich hier geraten? Ich schaute auf das Wesen, das mir so ähnlich sah. Über und über war es, war ICH, mit Schnitten bedeckt. Jede einzelne Wunde blutete. Nicht stark, aber es musste höllisch schmerzen.
»Das bist nicht du!«, sagte Donny mit öliger Stimme.

Ich denke, das reicht als Appetitanreger. 😉

25. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!

Filed under: Allgemein — mluniverse @ 17:35
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